„Erschöpfte Erde – machen wir es zu unserem Projekt“

Unser 5. FÖRDERKREIS.DIALOG stand ganz im Zeichen unserer einzigartigen Erde. Ihre Ressourcen sind begrenzt, der Klimawandel ist spürbar. Wir stellten uns der Frage, ob wir für den Erhalt der Natur liebgewonnene Gewohnheiten ändern müssen und wollten wissen, was die junge Generation bewegt.

Vorstand John Ehlerding begrüßte die Gäste in den schönen Räumlichkeiten der Bethmann Bank und dankte allen Förderern für die verlässliche Unterstützung: „Durch Sie sind wir in der Lage, unsere Projekte für Kinder und Jugendliche langfristig zu sichern. Dafür ein großes Dankeschön.“ Das Jahr 2019 stellen wir in unserer Stiftung unter das Motto „Natur und Umwelt“. Es ist uns ein großes Anliegen, mit unserer Arbeit Kindern frühzeitig ein Verständnis für Naturkreisläufe zu vermitteln. Erlebnisse in der Natur schaffen Emotionen. Positive Naturerfahrungen stärken den Wunsch, die Umwelt auch zu schützen.

In einer Key Note informierte der Klimaforscher Dr. Tobias Bayr vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel über den aktuellen Zustand unserer Erde. Interessiert verfolgten die 80 Gäste den Ausführungen von Dr. Bayr, der kurzfristig für Prof. Dr. Mojib Latif einsprang, der leider krankheitsbedingt absagen musste.

Sachlich lieferte Dr. Bayr sozialökonomische Daten und Fakten und stellte dar, welche Wechselwirkungen ein beschleunigtes Wachstum für das System Erde mit sich bringt. Deutlich wurde: Der Klimawandel ist da. Die Entwicklung ist seit Jahren zu erkennen. Sein Appell: „Nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern Selbstverantwortung übernehmen.“ Dr. Bayr machte Mut und motivierte die Gäste, dass auch eine kleine Handlung eine große Wirkung hat. Als Weiteres brachte der Klimaforscher verschiedene Beispiele, an denen er aufzeigte, dass es zunehmende Bewegungen und innovative Projekte gibt, die sich für Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit einsetzen. Sein großer Wunsch ist, dass ein Wandel erfolgt, der die Begegnung auf Augenhöhe zwischen Mensch und Natur und Verbundenheit mit der Natur wieder in den Vordergrund stellt.

In der anschließenden Podiumsdiskussion knüpften Axel Jahn, Geschäftsführer der Loki Schmidt Stiftung, und Ivo Neuber, Leiter des erlebnispädagogischen Schullandheims Barkhausen, direkt an und berichteten, wie sie in ihrer Arbeit Jugendliche an das Thema Natur und Umwelt heranführen. Hier spielen Events, wie der Lange Tag der StadtNatur Hamburg und inszenierte Naturerfahrungen im Schullandheim eine entscheidende Rolle.

Axel Jahn machte auch deutlich, wie schwer es ist, den Wunsch, nachhaltig zu handeln mit den eigenen Bedürfnissen zu vereinen. Es ist keine leichte Aufgabe. Wir alle stehen im Alltag immer wieder vor der großen Frage, wie bekommen wir es hin?

Aufmerksam lauschten die Gäste den Ausführungen von Remy (15 Jahre), Aenne (14 Jahre), Emily (14 Jahre) und Clemens (15 Jahre), SchülerInnen der Sachsenwaldschule in Reinbek. Sie vermittelten wunderbar, wie sie in ihrem Alltag bereits nachhaltig handeln. Ob im Engagement der Umwelt AG oder im persönlichen Umfeld, das Fazit war: Jeder kann etwas tun. Lehrerin Carolin Niedan untermauerte, wie wichtig es ist, dass die Gesellschaft wieder ein Gefühl für die Natur bekommt.

Musikalisch begeisterte Remy Johannsen, die aktuell auch bei The Voice Kids auf SAT.1 zu sehen ist, mit Gesang und Gitarre.

Die TV-Moderatorin Ilka Groenewold moderierte gekonnt und charmant die Talkrunde.

Wir danken allen Gästen und Beteiligten für diesen schönen Abend.

Vielen Dank auch an die Bethmann Bank für die tollen Räumlichkeiten und an Marcus van Riesen für die erlesenen Weine seines Weinimportes Beauwine. Allen Gästen, die das syrische Buffet geschätzt haben, empfehlen wir einen Besuch im Restaurant FARDI im Hofweg.