Matinée der Ehlerding Stiftung

Mit Förderung der Ehlerding Stiftung und der Kroschke Kinderstiftung hat die Deutsche Liga für das Kind den Film „Mit Bilderbuch und Touchscreen. Junge Kinder und Medien“ herausgegeben. Der Film begleitet Familien auf ihren individuellen Wegen durch die Vielfalt analoger und digitaler Medien. Er bietet Orientierung und zeigt, wie Kinder vor schädlichen Einflüssen geschützt werden können.

„Kinder wachsen von Beginn an in eine stark durch Medien beeinflusste Umwelt hinein. Auch Eltern sind intensive Mediennutzer. Smartphone, Fernseher und Tablet gehören für die meisten Mütter und Väter selbstverständlich zum Alltag. Zugleich sind viele verunsichert, gerade in den ersten Lebensjahren des Kindes“, sagt Prof. Dr. Sabine Walper, Forschungsdirektorin am Deutschen Jugendinstitut (DJI) in München und Präsidentin der Deutschen Liga für das Kind.

Die Hamburg-Premiere mit Sequenzen aus dem Film fand am Sonntag, den 30. Oktober, im Abaton-Kino mit ca. 200 Gästen statt.

Götz Teege, Kommunikationsexperte und Geschäftsführer bei Publicis Pixelpark, entführte in seinem Vortrag „Wachsen durch Herausforderungen“ in die digitale Zukunft und zeigte die Herausforderungen: „Die junge Generation ist deutlich besser in der Lage, eine schnelle Taktung von Informationen aufzunehmen. Die große Herausforderung dabei ist, dass sie sich nicht ablenken lässt, und wir Erwachsenen für die nötige Tiefe sorgen.“

Ingrid Ehlerding, Stifterin, und John Ehlerding, Vorstand, betonten, wie wichtig es gerade für Stiftungen sei, gesellschaftliche Themen aufzugreifen und den Finger immer wieder in die Wunde zu halten: „Die Wirkung digitaler Medien auf die Kleinen hat bisher noch niemand so richtig beleuchtet. Diese Lücke wollten wir schließen.“

Götz Teege, Burkhard Plemper, Anja Hansmann und Rolf Zuckowski

Burkhard Plemper moderierte die anschließende Diskussion. Anja Hansmann, Filmemacherin, libellenfilm Berlin, betonte, dass es auf eine gesunde Mischung von digitalen und analogen Medien im Alltag ankommt. Wichtig ist auch, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, was mit den Daten im Netz passiert.

Hierzu hatte Rolf Zuckowski, Musikproduzent und Autor von Kinderliedern, ebenfalls eine klare Position: „Es gibt wunderbare Möglichkeiten, digitale Liederbücher zu machen. Liederbuch-Apps können sehr anregend sein. Neben der Nutzung der digitalen Medien dürfen jedoch Bewegung und Sport als Gegenpol nicht zu kurz kommen, um Wahrnehmungen zu stärken.“